
Susan Hefuna
grid - intercultural codes
kunst und kunstgewerbeverein
pforzheim e.V. 2003
Susan Hefuna
grid - intercultural codes
kunst- und kunstgewerbeverein
Pforzheim e.V. 2003
Susan Hefuna ist eine deutsch/ägyptische Künstlerin. Ihre bikulturelle Sozialisation prägt ihr künstlerisches Werk. Mit den Medien Zeichnung, Fotografie, Video und Installation untersucht sie den Zusammenhang von Ort und Identität. Arabische, muslimische und christliche Fragmente konstituieren diese nomadische Identität. Susan Hefuna lebt und arbeitet in Räumen des Transit, sowohl in Europa, Amerika wie auch in Afrika, Kairo. Sie stellte und stellt international in Ägypten, Spanien, Schweiz, Frankreich, UK, USA, Afrika und Deutschland aus.
Aktuelle, parallel laufende internationale Ausstellungsbeteiligungen in diesem Frühjahr umfassen: „ DisORIENTation“ im Haus der Kulturen der Welt, Berlin. „ Harem Phantasies and the new Scheherazades“, CCCB Museum Barcelona, SHATAT, University of Colorado Art Galleries. Im Herbst 2003 ist Susan Hefuna zur Teilnahme an der bedeutendsten Foto-Biennale Afrikas, nach Barnako in Mali eingeladen.
Die umfangreichste Einzelausstellung von Susan Hefuna wurde 2000 unter dem Titel „navigationxcultural“ in der National Gallery South Africa, Kapstadt, realisiert.
Grid – intercultural codesDie im Kunstverein Pforzheim in der Ausstellung „grid“ präsentieren Arbeiten wie die großformatigen Tuschezeichnungen, die mit einer Lochkamera erstellten Fotoarbeiten oder auch der Film „Life in the delta 1423/2002 – 100 minutes* beinhalten netzartige Strukturen, Kreuzungen und Gitterformationen.
Das Phänomen des Ineinanderverlochtensein von Zeit, Raum und Sinn sowie das Prinzip des „alles ist miteinander verbunden und ineinander enthalten“ charakterisiert ihren ästhetischen Ansatz. Die in einem ununterbrochenen Zeichenprozess entstandenen Tuschearbeiten, wie auch der ungeschnittene an einem Stück gedrehte 100 Minuten lange Film „Life in the delta“ von 2002, vermischen die reale Zeit mit der erinnerten und die äußeren Bilder mit inneren Bildern. Bilder, welche die eigene kulturelle Identität konstituieren.
Kulturell geprägt, kodiert (intercultural codes) ist aber auch der Blick des Betrachters, denn „wir bringen selber die Bilder mit, die wir sehen wollen und sehen –(verstehen) können“ (Belting).
Zur Ausstellung erscheint eine limitierte Edition des Films „Life in the delta“.
Ursula Eberhardt